Bergmeisterschaft mit zwei Top-Five-Platzierungen für die Grün-Weißen
Bereits zum zweiten Mal hat der RSV Rosenheim die Bayerische Bergmeisterschaft am Oberen Sudelfeld ausgerichtet. Über 150 Aktive waren am Start und kämpften um die in acht Klassen vergebenen Titel. Mit dabei auch unsere beiden Top-Fahrer, die sich heuer bereits mehrfach in blendender Form präsentiert haben und sich auch gegenüber der starken Konkurrenz aus ganz Bayern keine Blöße gaben – ganz im Gegenteil. Beide überzeugten mit einem Platz unter den fünf Besten ihrer Klasse.
Um kurz nach 9 Uhr stand die weibliche Jugend (U17), die auf einer verkürzten Strecke über 3 km ins Rennen ging, bei nur 10 Grad in dicken Nebelschwaden am Start in Grafenherberg. Als einzige Fahrerin, die nicht im aktuellen bayerischen Kader vertreten ist, war Katharina Glanz mit dabei. Sie schlug sich hervorragend und machte als 5. der vor ihr liegenden Fahrerin das Leben schwer, denn bis ins Ziel bei der Speckalm am Oberen Sudelfeld ließ sie nicht locker und hatte letztendlich nur einen knappen Rückstand. Dabei litt sie noch an den Folgen einer Erkältung, die sie auch daran gehindert hatte, am Vortag bei der oberbayerischen Kriteriumsmeisterschaft an den Start zu gehen. Der Meistertitel ging an die Weißenburgerin Anna Knauer, die zu den stärksten ihrer Klasse in ganz Deutschland gehört.
Der Startschuss für die Junioren (U19) fiel um 10 Uhr an der Mautstelle in Brannenburg. 14 km mit knapp 1000 hm lagen vor ihnen. Bereits am Tunnel mit seinem 18-prozentigen Anstieg war das Tempo hoch. Aus dem Tunnel heraus lag der spätere Sieger Felix Spensberger vom Quest-Team bereits vorn und das Feld war auseinandergezogen. Moritz Schaffner, der die grün-weißen Farben vertrat, fuhr zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit dem Corratec-Dienstagsradler Daniel Waller auf Platz 4 und 5. Im Wind nach dem Tunnel bis zum Abzweig zur Rosengasse wechselten beide sich ab. Schnell hatten sie einen Platz gutgemacht, der Abstand zum Traunsteiner Johannes Berndl blieb jedoch konstant. Nach Grafenherberg, d. h. rund 3 km vor dem Ziel, konnte Waller noch einmal etwas zulegen und letztlich eine gute halbe Minute auf Moritz herausfahren. Der 4. Platz in einer Zeit von 40:06 Min ist jedoch ein hervorragendes Ergebnis, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Siegerzeit bei der Elite im vergangenen Jahr über 39 Min betrug. Und dass Moritz kein unbeschriebenes Blatt mehr ist, lässt sich auch dadurch belegen, dass etliche Zuschauer am Streckenrand ihn mit Namen anfeuerten. Spensberger stellte übrigens in phänomenalen 34:43 Min einen neuen Streckenrekord auf, an dem sich selbst die Fahrer der Eliteklasse die Zähne ausbissen.
In der Hobbyklasse war Korbinian Müller angetreten. Nach einer langen Verletzungspause wollte sich der Bergfreak endlich mal wieder einem Härtetest unterziehen. Bis zum Abzweig Rosengasse blieb ein großes Spitzenfeld mit rund 20 Fahrern zusammen. Dann wurde das Tempo verschärft und die Gruppe fiel schnell auseinander. Die ersten Antritte konnte Korbinian noch bestens parieren. Als jedoch auf den letzten 3-4 km vorne erneut angezogen wurde, musste er abreißen lassen und wurde sogar noch bis auf den 22. Platz durchgereicht. Angesichts des großen Trainingsrückstand durch die Verletzung war er das Rennen wohl zu schnell angegangen. Es zeigte sich jedoch, dass das Potenzial für einen vorderen Platz durchaus vorhanden ist.
